8. Mai 2024 / Lokales

Bremer Forschungs-Team untersucht Gründungen ukrainischer Geflüchteter in Moldawien

Die Universität Bremen und die Academy of Economic Studies of Moldova starten ein innovatives Projekt zur Unterstützung der Integration

Bremer Forschungs-Team untersucht Gründungen ukrainischer Geflüchteter in Moldawien

Die Universität Bremen und die Academy of Economic Studies of Moldova starten ein innovatives Projekt zur Unterstützung der Integration ukrainischer Geflüchteter in Moldawien durch Entrepreneurship. Gefördert von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zielt das Projekt auf die Entwicklung nachhaltiger Integrationsstrategien und die Stärkung des moldawischen Arbeitsmarktes ab.

In Moldawien, einem Land mit etwa 2,5 Millionen Bevölkerung, leben derzeit rund 100.000 ukrainische Geflüchtete. Sie stehen in Moldawien mehreren Herausforderungen gegenüber: „Zum einen verfügt der moldawische Arbeitsmarkt nicht über die Kapazitäten, diese überproportional große Zahl an Ukrainer:innen aufzunehmen und zu integrieren. Das führt zu institutionellen und gesellschaftlichen Spannungen“, erläutert Prof. Dr. Jörg Freiling vom Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship (LEMEX) der Universität Bremen. „Zum anderen ist die moldawische Gesellschaft wegen des Pro-Russland-Bezugs der Regionen Transnistrien und Gagausien sowohl politisch als auch sozial gespalten. Das erschwert die Integration der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer zusätzlich.“

Das Projekt „Digitale Transformation von KMU in Ländern der ÖP“ möchte ukrainische Geflüchtete unterstützen, sich als Gründende eigener Unternehmen im moldawischen Arbeitsmarkt zu integrieren. „Es sollen neue nachhaltige Integrationsstrategien entwickelt werden, um den vorhandenen Arbeitsmarkt zu entlasten, zu erweitern und die moldawische Wirtschaft voranzutreiben.“ Dazu werden die Herausforderungen, Bedürfnisse, Ressourcen und Kompetenzen der geflüchteten Entrepreneure sowie der sie umgebende Länderkontext Moldawiens tiefgehend empirisch analysiert.

Der LEMEX ist an diesem Projekt beteiligt, weil er über eine umfassende und langjährige Forschungserfahrung mit starker internationaler Sichtbarkeit im Bereich von Migrationsgründungen und von Refugee Entrepreneurship verfügt. Gemeinsam mit seinem Partner ASEM wird der LEMEX die Situation in Moldawien sowohl konzeptionell, als auch durch qualitative Tiefeninterviews analysieren, um so gemeinsam relevante Lösungsstrategien zu entwickeln.

Partner des LEMEX ist in Moldawien die ASEM (Academy of Economic Studies of Moldova). Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) fördert das Forschungsprojekt Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMBF) für zwölf Monate.

 

Foto: Matej Meza/Universität Bremen

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