21. November 2023 / Wissenswertes

Dankbarkeit für das eigene Wohlergehen ist häufigste Bewältigungsstrategie gegen Krisen-Stress

Mehr als die Hälfte von ihnen macht sich angesichts der derzeitigen Krisen und Katastrophen Sorgen.

Die aktuellen Krisen und Konflikte beeinflussen die Stimmung von Menschen, die an der aktuellen #NDRfragt-Umfrage teilgenommen haben, erheblich. Mehr als die Hälfte von ihnen macht sich angesichts der derzeitigen Krisen und Katastrophen Sorgen. Die am häufigsten genannte Bewältigungsstrategie der Teilnehmenden gegen den Krisenmodus ist, "mehr Dankbarkeit für das, was ich habe" zu empfinden. Außerdem berichten viele der knapp 17.000 Teilnehmenden, dass sie ihren Medienkonsum ändern und auch die Politik am Zug sehen: Sie soll sich mehr den Problemen der Menschen zuwenden. Die Antworten wurden bei der #NDRfragt-Umfrage "Hallo Glück! Zuversicht in Krisenzeiten?" zwischen dem 8. und 13. November gegeben."

Die Umfrageergebnisse von #NDRfragt sind nicht repräsentativ, geben aber Aufschluss darüber, was die Norddeutschen bewegt. Die Angaben werden nach den statistischen Merkmalen Schulabschluss, Alter, Geschlecht und Bundesland gewichtet, um Verzerrungen herauszurechnen.

Die wichtigsten Umfrageergebnisse zum Thema "Hallo Glück! Zuversicht in Krisenzeiten?" im Überblick

Die aktuellen Krisen und Konflikte beschäftigen die Menschen aus der #NDRfragt-Gemeinschaft, die an der aktuellen Umfrage teilgenommen haben, erheblich: 95 Prozent geben an, dass die Krisen und Konflikte ihre Stimmung beeinflussen. Das vorrangige Gefühl ist dabei Sorge (54 Prozent), gefolgt von "mehr Dankbarkeit für das, was ich habe" (48 Prozent).

Was hilft den Befragten aus der Krisenstimmung? Auch hier ist Dankbarkeit zentral: "Dankbarkeit für das, was ich habe" ist mit 52 Prozent die am häufigsten genannte Bewältigungsstrategie.

Viele der Teilnehmenden haben ihren Medienkonsum geändert. Insgesamt konsumiert mehr als ein Drittel von ihnen weniger Nachrichten (36 Prozent). Auf der anderen Seite informieren sich gut drei von zehn Befragten im Moment intensiver über das Weltgeschehen (31 Prozent). Tendenziell meiden die Frauen häufiger Nachrichten, während befragte Männer sich verstärkt mit dem aktuellen Geschehen auseinandersetzen.

Damit Menschen besser mit den aktuellen Krisen zurechtzukommen, sehen die Teilnehmenden mit großem Abstand vor allem die Politik in der Pflicht: 42 Prozent der Befragten wünschen sich, dass sich die Politik stärker an den Problemen der Menschen orientiert. Für fast jeden Fünften wäre es wichtig, dass Menschen mehr Mitgefühl zeigen und sich gegenseitig helfen (19 Prozent).

Befragte, die sich Sorgen angesichts der Krisen machen, haben eher die gesamte Gesellschaft als ihre persönliche Lebenssituation im Fokus. Am häufigsten haben sie Angst vor einem Rechtsruck in Deutschland (33 Prozent). Das gilt vor allem für Befragte unter 30 Jahren. Ähnlich groß ist die Sorge, dass Gewalt und Anschläge zunehmen (29 Prozent). Für die Befragten über 60 Jahren ist das sogar die größte Sorge.

Wann empfinden die Befragten im Alltag Glück? Zwei Drittel der Teilnehmenden antworten, wenn sie "Zeitfür Familie, Freunde oder Partnerschaft" haben (66 Prozent). Fast 48 Prozent empfinden Glück, wenn sie herzlich gelacht haben, 47 Prozent, wenn die anderen helfen konnten, 46 Prozent, wenn sie eine Herausforderung meistern konnten.

Generell steht für ein glückliches Leben Gesundheit an erster Stelle, so 31 Prozent der Teilnehmenden. Mit dem Alter wächst die Bedeutung von Gesundheit. An Platz zwei steht die Familie (26 Prozent).

 

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell
Foto: NDR , https://unsplash.com/de/fotos/%EC%A2%85%EC%9D%B4-%EC%BB%B7-%ED%95%98%ED%8A%B8%EB%A5%BC-%EB%93%A4%EA%B3%A0-%EB%91%90-%EC%82%AC%EB%9E%8C-4le7k9XVYjE

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