30. September 2022 / Gesellschaft und Kultur

Neues Informationszentrum für das Bremer Rathaus kommt

Senat will über das Weltkulturerbe besser informieren

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat 1,4 Millionen Euro für ein Besucherzentrum bewilligt, das nach Möglichkeit in der Unteren Halle des Bremer Rathauses entstehen soll. Damit will der Bremer Senat über das Rathaus als Weltkulturerbe informieren.

Rathaus und Roland sind seit 2004 auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Das Rathaus ist seit seiner Gründung im Jahr 1405 – zusammen mit dem 1404 als Freiheitsstatue errichteten Roland – das Symbol der selbstverwalteten freien Stadtrepublik der Bürger*innen, die Europas Kultur geprägt haben. Es ist das einzige Rathaus weltweit, das diesen Status aufweist – alle anderen sind Bestandteile von geschützten Ensembles und Stadtzentren.

Für den "Hausherren", Bürgermeister Andreas Bovenschulte, ist das eine besonders erfreuliche Nachricht: "Mit dem Rathaus verfügt Bremen über ein historisches Pfund sonder Gleichen. Deshalb trägt es ja auch vollkommen zu Recht den Titel 'Weltkulturerbe'. Es steht für die Bremer Selbstständigkeit, die sich bis heute hält. Wir möchten das Welterbe aber künftig sichtbarer und erlebbarer machen und den touristischen Zugang erleichtern. Deshalb freue ich mir sehr über die Unterstützung des Haushaltsausschusses. Jetzt haben wir endlich die Möglichkeiten, ein Informationszentrum im Rathaus aufzubauen."

Bisher wird ausschließlich durch Führungen kleiner Gruppen und Veranstaltungen die bremische Geschichte vermittelt. Wünschenswert aber wäre eine zeitgemäße Information, die Interessierten auch ohne Führung zugänglich ist. Dazu ist ein selbsterklärendes und multimedial gut aufbereitetes Angebot erforderlich, das alle relevanten Themen einbezieht. Genau das soll das Informationszentrum nach Möglichkeit in der Unteren Halle verwirklichen, für das der Senat beim Bund Fördermittel beantragt hatte, die nun bewilligt wurden.

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